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«Das Team wurde gesehen, wahr- und ernstgenommen»

Eine Sektion, drei durchgeführte Präventionspatrouillen, sieben Vereinsmitglieder im Einsatz. Wir blicken zurück auf das Präventionsprojekt Corona Sommer 2020 und wie es die Mitglieder der SLRG Sektion Zug erlebt haben. Ein Gespräch mit Sektionspräsident Herbert Dörnberger.

 

Hallo Herbert, wie war rückblickend die Zeit in dieser speziellen Lage?

Anstrengend und mit der Zeit die persönliche Ausdauer fordernd. Wir alle waren von der Pandemie betroffen, welche zum Teil erhebliche Auswirkungen auf das Privatleben, die Arbeit aber auch die Tätigkeit bei der SLRG hatte. Glücklicherweise wurde niemand im näheren Umfeld schwer krank. Daher kann ich den Abschnitt der Pandemie bisher als lehrreiche Erfahrung nehmen. Im Geschäft wie auch in der Sektion waren Krisenmanagement und -kommunikation gefordert. Ich denke bei verschiedenen Funktionen in der SLRG waren Leadershipqualitäten gefragt.

   

Was waren die grossen Herausforderungen für die Sektion Zug? 

Die Bewältigung der sich rasch ändernden Lagen, das Verarbeiten der Informationsflut mit den in einer Krise normalen Widersprüchen, das Anpassen der Konzepte, der Aktivitäten und das Ergreifen entsprechender Sicherheitsmassnahmen – sprich schnell und flexibel sein.

   

War es schwierig deine Mitglieder wieder zu reaktivieren nach der langen Starre?

Nein, ich darf auf ein motiviertes und engagiertes Team zählen. Das machte den Wiedereinstieg in die neue Normalität einfach.

     

Was ging dir durch den Kopf, als du von der Lancierung des Präventionsprojekts «Corona-Sommer 2020» erfahren hast?

Ein interessantes Projekt, das verdient umgesetzt zu werden – zumindest in Teilbereichen, die den Kapazitäten der jeweiligen Sektion entsprechen. Und eine konkrete Möglichkeit unserer Mission als SLRG Nachdruck mit konkreten Taten zu verleihen.

     

Wenn du das Projekt in Relation zur letzten November erarbeiteten Strategie setzen müsstest, wie würde dein Fazit lauten?

Bei der Sektion Zug haben wir vorhandene Ressourcen und Kompetenzen genutzt, um die Präventions­patrouillen durchzuführen. Näher an der Vision «Ertrinken verhindern» kann man nicht sein. Die Idee war bei uns schon länger vorhanden. Das Präventionsprojekt «Corona Sommer 2020» gab den finalen Anstoss zur Umsetzung, zumal wir diesen Sommer kaum andere Vereinsaktivitäten hatten.

 

    

Ihr habt nun dieses Jahr drei Präventionspatrouillen abgehalten. Wie war eure persönliche Erfahrung mit diesem Instrument? Wie waren die Feedbacks der Menschen, die ihr getroffen habt?

Die Erfahrungen sind durchwegs positiv. Wir zeigten Präsenz, konnten zur Sicherheit am Wasser beitragen und können dadurch unseren Wert für die Gesellschaft zeigen – und hatten auch direkten Kontakt mit der Zielgruppe, die wir ansprechen wollen.

    

War es schwierig die Mitglieder dafür zu gewinnen? Gab es Vorbehalte?

Ja durchaus. Viele Vereinskollegen trauten sich die Gespräche nicht zu und hatten Befürchtungen, dass ein allenfalls schlecht verlaufenes Gespräch einen «Shitstorm» auslösen könnte. Diesen Befürchtungen wurde Rechnung getragen, in dem immer mindestens ein Teilnehmer dabei war, der auch schwierigste Gespräche gewaltfrei führen konnte. Zudem habe ich mögliche Teilnehmer direkt angesprochen und motiviert. Dies ermöglichte uns, diese drei Patrouillen durchzuführen. 

     

Wie sieht eine Präventionspatrouille in Zug aus? Was passiert bevor es in den Einsatz geht? Wie bereitet ihr euch vor?

Das Ganze läuft ähnlich einem Wassersicherungsdienst ab. Man kann drei Phasen unterscheiden: vor, während, nach der Patrouille. Vor der Patrouille gilt es Leute zu finden, die Route zu planen, Treffpunkte abzumachen und Material vorzubereiten. Kurz vor dem Einsatz gehören Gesprächsbriefing, Material verteilen und sich abfahrbereit zu machen zu den weiteren Schritten. Während der Patrouille halten wir uns an unsere definierte Route. Wir schauen, wo es Potential für ein Aufklärungs- oder Informationsgespräch hat. Leute werden angesprochen, Auskunft erteilt und natürlich auch mal ein Schwatz gehalten - Wir fokussierten uns auf unbetreute Badeplätze der Stadt Zug. Zum Abschluss folgen Debriefing, Materialretablierung und Ausklang.

     

Musstet ihr lange mit den Behörden «verhandeln», um dies umzusetzen?

Überhaupt nicht. Die Idee der Präventionspatrouillen ist von der Polizei und dem Verantwortlichen der Badeplätze der Stadt Zug sehr gut aufgenommen worden. 

     

Welchen Mehrwert siehst du durch diese Massnahmen für die Ertrinkungsprävention der SLRG?

Es ist eine gute Möglichkeit unser Profil in der Öffentlichkeit weiter zu schärfen. Wir sind präsent und können unserer Mission sehr zielgerichtet nachgehen und sie weiter bekanntmachen. Diese Einsätze sind für alle Mitglieder geeignet und ermöglichen eine tolle Durchmischung der jungen bis älteren aber auch aktiveren und weniger aktiven Mitglieder.  

     

Was nehmt ihr daraus für die Zukunft mit? Gibt es weiterführende längerfristige Gedanken oder gar Konkretes, das ihr in Zukunft in Zug tun möchtet?

Meine Absicht ist es, diese Patrouillen in der nächsten Saison wieder anzubieten und durchzuführen. Wir können daraus unter Umständen weitere Mitglieder, Mittel und sicher Goodwill für unsere Sektion aber auch unsere Mission «Ertrinken verhindern» gewinnen.

     

Was hat euch bei der Patrouille geholfen? 

Unsere «Uniform» in Form der Sektionsbekleidung, die einen einheitlichen Auftritt ermöglichte. Das Team wurde gesehen, wahr- und ernst genommen.

 

Einige Stimmen der Teilnehmer der Präventionspatrouille

 
 

«Ich bin einfach gerne am Wasser und habe in meiner Jugend viel Zeit in der DLRG verbracht. Darum freue ich mich jetzt, aktiv bei der SLRG mitzuwirken. An dem Tag gab es keine wirkliche Herausforderung – ich hatte mich auf mehr Diskussionsbedarf eingestellt.» 
Noreen Junkert, 42, Mitglied Sektion Zug

 

«Durch meine Tätigkeit bei der SLRG kann ich der Gesellschaft durch eine sinnvolle Tätigkeit etwas zurück geben, darf jeden Tag etwas lernen und komme zu Interaktionen mit Leuten, die vermutlich so nicht zustande kämen.» 
Herbert Dörnberger, 58, Präsident Sektion Zug

 

«Die Patrouillen waren zeitlich aufwändig, dennoch war es toll zu sehen, wie die Leute unsere Hinweise positiv aufgenommen haben.»
Lars Camenzind, 16, Jugendmitglied Sektion Zug

 

«Die grösste Herausforderung für mich war, vor den Badegästen nicht gestresst oder nervös zu sein. Aber ich wollte auch nicht lehrerhaft wirken.» 
Sven Merz, 16, Jugendmitglied Sektion Zug

 

Corona-Sommer 2020: Präventionspatrouille in Zug

Die Sektion Zug hat sich bei der Umsetzung des Präventions­projekts auf die Prä­ventions­patrouille fokussiert. Sieben Mitglieder im Alter von 14 bis 58 Jahren haben sich an den drei durch­geführten Prä­ventions­patrouillen in Zug engagiert und neue Erfah­rungen gesammelt. Die Sektion gedenkt nach der Erfahrung von diesem Sommer, die Mass­nahmen auch 2021 wieder umzusetzen.

 

Rôle d’auxiliaires des pouvoirs publics

Die SLRG ist Mitglied des Schwei­zeri­schen Roten Kreuzes (SRK) und trägt den Zusatz «Rettungs­organisation des SRK». Dieser Titel ist nicht nur Ehre, sondern auch Be­kenntnis. Die in der Bundes­verfassung verankerte «Rôle d’auxiliaires de pouvouirs publics» ver­pflichtet: Die SLRG unterstützt als SRK-­Rettungs­organisation in Krisen­zeiten und Not­lagen Staat und Behörden mit ihrer Expertise und Präventions­arbeit. Diese Aufgabe stützt sich auf die Genfer Kon­ven­tionen von 1949, die Statuten der Rotkreuz- und Rot­halb­mond­bewegung und die nationale Gesetz­gebung.